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Wo kommt unser Obst und Gemüse her?

Frage der Klasse 2a aus Lauf:

Hallo lieber Landwirt oder liebe Landwirtin,
wir, die Klasse 2a, beschäftigen uns mit dem Thema Ernährung und möchten gerne wissen: 

Wo kommt unser Obst und Gemüse her?

Antwort von Julia Hartkemeyer:

Obst und Gemüse wird aus der ganzen Welt zu uns transportiert. Dabei können wir uns, wenn wir es wollen, rund um das Jahr mit verschiedenen Früchten und Gemüse aus Deutschland und unseren Nachbarländern versorgen. Wir leben ja in und mit den vier Jahreszeiten - und das Obst und Gemüse auch.

Eine Kiste mit viel verschiedenem Gemüse, wie Blumenkohl, Kohlrabi, Brokkoli, Spitzkohl etc.
Quelle: Jannik Meyer zu Strohe/CSA Hof Pente

Im Winter wird vieles im Verborgenen unter der Erde in den Wurzeln und oben in den Knospen vorbereitet. Wenn im Frühling die ersten warmen Sonnenstrahlen den Boden erwärmen und die Vögel singen, dann platzen die Knospen der Kirschen-, Apfel-, Birnen-, Pfirsich- oder Zwetschgenbäume. Die Blüten duften und werden von den vielen Insekten besucht. 

Über den Sommer hinweg bilden sich die knackigen, saftigen, rotbackigen, manchmal felligen Früchte. Wenn ihr aus den Sommerferien kommt, könnt ihr schon die ersten Äpfel vom Baum essen: die Klaräpfel oder Augustäpfel. Im Herbst werden die vielen anderen Apfelsorten geerntet und eingelagert. So gibt es Äpfel aus unserer Region oft bis Ostern. Und dann gibt es eine kleine Apfelpause – und das ist auch gut so. Denn dann freuen wir uns auf Erdbeeren, Rhabarber, Johannisbeeren, Brombeeren oder Himbeeren frisch vom Bauern oder aus dem eigenen Garten. Ihr könnt auch Erdbeeren oder einen Himbeerbusch auf dem Balkon ziehen. Und wenn man mal die Erdbeeren frisch von der Pflanze gegessen hat, dann weiß man wie köstlich sie schmecken können. Und man kann sich ein ganzes Jahr darauf freuen bis die Erdbeerzeit wieder kommt!

Eine Frau mit langen, dunklen Haaren steht auf einer Wiese vor einem hellen Himmel.
Julia Hartkemeyer baut auf ihrem Hof über 100 verschiedene Gemüsesorten an. Das Angebot richtet sich nach dem natürlichen Rhythmus und ist damit saisonal bedingt. Durch gute Lagerung sind einige Gemüsesorten auch noch länger im Angebot.
Quelle: Angelina Neufeld/CSA Hof Pente

Mit dem Gemüse ist es ähnlich: wir können das ganze Jahr Gemüse aus unserer Region essen – aber alles zu seiner Zeit: Im Frühling gibt es zum Beispiel Radieschen, Kohlrabi, Spinat oder Frühlingszwiebeln. Mit mehr Sonne und Wärme kommen Zuckerschoten, Erbsen und Dicke Bohnen dazu. Im Sommer folgen Zucchini, Gurken, Tomaten, Rote Bete und die ersten Möhren. Nach den Herbstferien werden Kürbisse, Maiskolben, Paprika, Kohl und Kartoffeln geerntet. Und selbst im Winter wachsen noch einige Gemüsesorten auf dem Feld weiter, zum Beispiel Grünkohl, Porree oder Feldsalat.

Das ist ein kleiner Einblick in das Obst- und Gemüsejahr. Wir könnten uns gut, gesund, bunt und schmackhaft ernähren mit allem, was in unserer Region wächst - wenn wir genießen, was gerade Saison hat. Und wenn wir Lust auf eine Banane, Maracuja oder Mango haben, dann können wir sie ja kaufen. Und sie sehr genießen, denn sie hat einen unvorstellbar weiten Weg hinter sich und ist eine Kostbarkeit.

Die Orangen, Zitronen, Nektarinen, Mangos, Feigen, Avocados und Kakis kann man um die Weihnachtszeit genießen, wenn die Früchte in Spanien reif sind und keinen so langen Transportweg haben.

Die Jahreszeit zeigt uns also, welches Obst und Gemüse es gerade gibt und wir Erwachsenen sollten dann die richtige Entscheidung treffen welches wir kaufen und essen.


Die Antworten werden vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) inhaltlich nicht verändert. Sie spiegeln die Meinung der befragten Landwirtinnen und Landwirte wider und nicht zwangsläufig die des BZL.