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Infografiken

Zahlen und Statistiken rund um die Landwirtschaft klar und anschaulich auf den Punkt gebracht - die Infografiken des BZL machen komplexe Sachverhalte auf einen Blick erkennbar und bereiten Daten so auf, dass sich einfach Rückschlüsse daraus ziehen lassen. 


Was erhalten Landwirte für ihre Erzeugnisse?

Vergleicht man die Erzeugerpreise mit den Ladenpreisen, fällt auf, dass nur ein recht geringer Anteil dessen, was wir für unsere Lebensmittel bezahlen, bei den Landwirtinnen und Landwirten ankommt. Ebenfalls auffällig sind die großen Preisschwankungen. Während zum Beispiel der Erzeugerpreis für Kartoffeln zwischen 2014 und 2016 um 61 Prozent stieg, sank er im selben Zeitraum für Milch um 29 Prozent. Dies macht es für landwirtschaftliche Betriebe so schwer, langfristig zu kalkulieren.


Wie werden Legehennen in Deutschland gehalten?

Die dominierende Haltungsform für Legehennen ist in Deutschland die Bodenhaltung. Die Haltung in Kleingruppen ist zwar für bestehende Betriebe bis 2025 noch erlaubt, spielt aber eine immer geringere Rolle. Nur noch knapp sieben Prozent der Legehennen werden so gehalten.

Dafür ist der Anteil der Ökohennen seit 2010 um fünf Prozentpunkte gestiegen. Damit lebt inzwischen mehr als jede neunte Legehenne auf einem Bio-Betrieb.


Wie haben sich die Erntemengen für Getreide weltweit entwickelt?

Eine wachsende Weltbevölkerung benötigt immer mehr Lebensmittel. Die Erträge der drei wichtigsten Getreidearten – Mais, Weizen und Reis – sind in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Vor allem bei Mais, wo die Erntemenge in diesem Jahr schätzungsweise um ein Drittel höher liegen wird als noch vor einem Jahrzehnt. Aber auch bei Weizen und Reis gab es zweistellige Zuwächse zu verzeichnen.

Die Anbauflächen sind in diesem Zeitraum ebenfalls leicht gestiegen. Da landwirtschaftliche Flächen nur begrenzt zur Verfügung stehen, spielt aber auch die Effizienz im Anbau eine entscheidende Rolle. Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt. Allein in den letzten 25 Jahren sind die Hektarerträge bei Mais um 61 und bei Weizen um 36 Prozent gestiegen. 


Erntemengen im Überblick

Gegenüber dem Dürrejahr 2018 ist bei den wichtigsten Getreidearten die Ernte in diesem Jahr wieder deutlich besser ausgefallen. Anders als beim Weizen waren die Erträge bei Gerste sogar überdurchschnittlich gut, betrachtet man die vergangenen zehn Jahre.

Bei Spargel und Kirschen sind die Erntemengen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, lagen aber dennoch deutlich über dem 10-Jahres-Durchschnitt.


Wie groß ist die Weinanbaufläche in Deutschland?

Die Weinanbaufläche in Deutschland ist in den letzten 25 Jahren geringfügig zurückgegangen und liegt heute um gut 2,7 Prozent niedriger als noch 1993. Sehr viel auffälliger ist, wie stark der Rotweinanbau in dieser Zeit an Bedeutung dazugewonnen hat, auch wenn Deutschland nach wie vor als klassisches Weißweinland gilt. 2018 wurde auf etwa einem Drittel der Weinanbaufläche Rotwein angebaut, 1993 war es nicht einmal ein Fünftel.


Wie viel Milch gibt eine Kuh?

Im Durchschnitt 8.059 Kilogramm Milch gab eine Milchkuh 2018 in Deutschland. Dabei entspricht 1 Liter Milch 1,02 bzw. 1,03 Kilogramm. Solche enormen Mengen sind das Ergebnis einer zielgerichteten Zucht auf hohe Milchleistungen.

Damit hat sich die Milchmenge gegenüber 1950 weit mehr als verdreifacht. Selbst im Vergleich zu 1990 gab es einen Zuwachs um rund 66 Prozent.

Am Tag kommt eine heutige Milchkuh damit auf fast 26 Liter Milch. Bei dieser Rechnung geht man davon aus, dass eine Kuh im Durchschnitt an 305 Tagen im Jahr Milch gibt. Nach der Geburt eines Kalbes wird eine Kuh etwa 10 Monate lang gemolken. Danach hat sie 6 bis 8 Wochen Melkpause und erholt sich in dieser Zeit.


Die Entwicklung des ökologischen Landbaus in Deutschland

Obwohl es in Deutschland immer weniger landwirtschaftliche Betriebe gibt, steigt die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe weiter kontinuierlich an. 37.713 Ökobetriebe gab es 2018. Damit wurde beinahe jeder achte landwirtschaftliche Betrieb in Deutschland ökologisch bewirtschaftet.

Bei der landwirtschaftlich genutzten Fläche fällt der Öko-Anteil geringer aus. Das liegt daran, dass Ökobetriebe häufig kleiner sind als konventionell wirtschaftende. Gut 9 Prozent der Fläche wurden 2018 ökologisch bewirtschaftet.


Wie hat sich die Nutztierhaltung in Deutschland verändert?

Die Nutztierhaltung hat in Deutschland über die letzten Jahrzehnte einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen. Vor allem die Zahl der Tiere, die durchschnittlich auf einem Betrieb gehalten werden, ist geradezu explodiert.

Das liegt daran, dass die Zahl der Betriebe massiv zurückgegangen ist, gleichzeitig aber - zumindest bei Schweinen und Hühnern - die Zahl der in Deutschland gehaltenen Tiere rasant gestiegen ist.

Hielt ein Betrieb 1958 im Durchschnitt noch sechs Schweine, sind es heute 1.181. Bei Hühnern muss man zeitlich gar nicht so weit zurückgehen: Hier hat sich allein zwischen 2003 und 2016 die Zahl der Tiere pro Betrieb beinahe verdreifacht.


Woher kommt unser Spargel?

Spargel ist die Gemüseart mit der größten Anbaufläche in Deutschland: 2018 wurde auf rund 23.400 Hektar Spargel angebaut. Das reicht jedoch nicht, um die Nachfrage in Deutschland komplett decken zu können.

Gerade außerhalb der deutschen Spargelsaison, die von Mitte April bis zum 24. Juni geht, kommt auch ausländischer Spargel auf den Tisch. Gut ein Fünftel des hierzulande verbrauchten frischen Spargels wird importiert. Die wichtigsten Lieferländer für Spargel sind Spanien und Griechenland mit etwa 30 bzw. 23 Prozent der Spargelimporte.


Milchpreis: Wie viel bekommt der Landwirt?

Knapp 35 Cent erhielten Milchbäuerinnen und -bauern 2018 im Durchschnitt pro Kilogramm konventionell erzeugter Milch von deutschen Molkereien. Dabei entspricht 1 Liter Milch 1,02 bzw. 1,03 Kilogramm. Für Biomilch gab es gut ein Drittel mehr, nämlich rund 48 Cent.

Im Vergleich der letzten fünf Jahr bedeutete das für die Bio-Milchviehhalterinnen und -halter ein durchschnittliches Jahr, während konventionelle Betriebe rund 1,5 Cent mehr erhielten als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

Gegenüber 2017 war jedoch sowohl für konventionell erzeugte Milch (-5,2 Prozent) als auch für Biomilch (-1,6 Prozent) ein Preisrückgang zu verzeichnen.


Wie viel Platz hat eine Legehenne im Stall?

Annähernd zwei Drittel der deutschen Legehennen werden in Bodenhaltung gehalten. Dabei dürfen bis zu neun Legehennen auf einem Quadratmeter gehalten werden. Das gilt auch für die Freilandhaltung, bei der pro Henne – wie bei der Ökohaltung - aber zusätzlich noch vier Quadratmeter Auslauf zur Verfügung stehen. Im Stall teilen sich sechs Biohennen einen Quadratmeter Fläche.

Nur noch knapp sieben Prozent der Legehennen werden in Kleingruppen in ausgestalteten Käfigen gehalten. Diese Haltungsform ist in Deutschland seit 2016 nicht mehr zulässig. Für bestehende Betriebe Einrichtungen gilt aber noch eine Auslauffrist bis 2025.


Pro-Kopf-Verbrauch ausgewählter Lebensmittel in Deutschland

Im Jahr 2018 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern bei 14,5 Kilogramm. Das entspricht 235 Eiern.


Wie viel Platz hat ein Schwein im Stall?

Gegenüber dem gesetzlichen Mindeststandard verlangen die Kriterien des neuen staatlichen Tierwohlkennzeichens  je nach Stufe 20, 47 oder sogar 100 Prozent mehr Stall- bzw. Auslauffläche für Mastschweine. Ökoschweinen steht noch deutlich mehr zur Verfügung.


Wie viel Fleisch essen die Deutschen pro Jahr?

Der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch liegt in Deutschland bei knapp 60 Kilo pro Jahr. Während der Verzehr von Geflügelfleisch in den letzten 25 Jahren stark zugenommen hat, ist der Rind- und Schweinefleischverzehr seitdem zurückgegangen.


Der Selbstversorgungsgrad in Deutschland

In Deutschland werden deutlich mehr Kartoffeln und Zucker erzeugt als wir verbrauchen. Bei Obst, Gemüse und Honig sind wir dagegen auf Importe angewiesen, um den Bedarf zu decken.


Die Entwicklung des ökologischen Landbaus in Deutschland

Der ökologische Landbau spielt in der deutschen Landwirtschaft eine immer wichtigere Rolle. Der Anteil der Ökolandbau-Höfe hat sich seit 2009 beinahe verdoppelt und auch die Anbaufläche ist seitdem um rund 45 Prozent gewachsen.


Erntemengen im Überblick

Licht und Schatten bei der Ernte: Auch im Dürrejahr 2018 fiel die Ernte nicht überall schlecht aus. Je nach Region und der angebauten Kultur gab es große Unterschiede. Deutlichen Einbußen bei Getreide und Kartoffeln, stand eine gute Obsternte gegenüber.