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Gibt die Kuh auch ohne Kalb Milch?

Die Kuh ist ein Säugetier. Sie gibt nur dann Milch, wenn sie auch ein Kalb geboren hat.

Mutterkuh mit Kalb auf der Weide
Mutterkuh mit Kalb
Quelle: BLE

Wie bei allen Säugetieren ist die Milch auch bei Rindern die Grundlage für die Ernährung der Jungtiere. Ohne ein Kalb wird eine Kuh keine Milch geben.

Nach der Geburt des Kalbes steigt die Milchmenge der Kuh bis zur sechsten Woche stetig an, danach fällt sie langsam wieder ab. Das liegt daran, dass das Kälbchen nach einer gewissen Zeit auch schon anderes Futter aufnehmen kann und nicht mehr so viel Milch benötigt. Etwa sechs bis acht Wochen nach der Geburt werden die Kühe dann wieder gedeckt bzw. besamt. Die mit Beginn der neuen Trächtigkeit einsetzende Produktion von Hormonen sorgt ebenfalls dafür, dass die Milchleistung der Kuh verringert wird.

Cover der Broschüre "So leben Milchkühe"

BZL-Broschüre

So leben Milchkühe

Sie wollen wissen, woher die Milch kommt? Was das Besondere an Milchkühen ist und wie sie in Deutschland leben? In zwölf Fragen und Antworten bringt das kleine Heft leicht verständlich und informativ scheinbar Alltägliches, aber auch Überraschendes zu Tage.

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Dennoch geben Kühe bis etwa 305 Tage nach der Geburt Milch – im Durchschnitt 7.400 kg im Jahr, das sind rund 20 kg pro Tag. Einige Wochen vor der Geburt des neuen Kalbes wird die Kuh dann "trockengestellt", das heißt, sie wird nicht mehr gemolken, um sie vor der neu anstehende Kalbung zu schonen. Mit der Geburt des Kalbes beginnt dann eine neue Milchperiode – auch Laktation genannt. Die höchste Milchleistung erreicht eine Kuh bei der vierten bis sechsten Laktation. Im Durchschnitt bekommt eine Kuh in Deutschland etwa jedes Jahr ein Kalb.