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Warum werden Schweine nur selten auf der Weide gehalten?

Vor einigen Jahrzehnten war die Weidehaltung von Schweinen, vor allem die von Sauen, durchaus üblich. Heute kommt dies nur noch sehr selten vor.

Schweine auf der Weide - Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Quelle: Thomas Stephan - BLE

Mastschweine in größeren Beständen werden schon seit langem nicht mehr auf der Weide gehalten. Der Grund: Weidehaltung ist wesentlich kostenintensiver als die Stallhaltung. Das liegt am höheren Arbeitsaufwand und der schlechteren Futterverwertung (Fleischansatz je Kilogramm Futter).

Sauen sah man dagegen noch in jüngerer Zeit häufiger auf der Weide. Aber bei den heute für eine rentable Ferkelerzeugung erforderlichen Bestandsgrößen und auch aus hygienischen Gründen ist die Sauenhaltung auf der Weide heute ebenfalls nur noch schwierig zu praktizieren.

Weidehaltung fast nur noch in Bio-Betrieben

Für Bio-Betriebe ist ein ständig begehbarer Auslauf zwingend vorgeschrieben, der allerdings nicht unbedingt auf einer Weide erfolgen muss. Bei der Weidehaltung ist neben der Auslauffläche noch eine weitere Fläche zum Umtrieb notwendig, denn durch eine Übernutzung der Weide entwickeln sich Krankheitskeime, besonders Parasiten. Nur bei einem ausreichenden Flächenangebot kann sich der Boden ausreichend erholen. Um die Übertragung von Schweinepest und Maul- und Klauenseuche durch den Kontakt mit Wildschweinen auszuschließen, müssen Schweineweiden und -ausläufe mit einem teuren doppelten Zaun versehen sein.

Cover der Broschüre "So leben Schweine"

BZL-Broschüre

So leben Schweine

Wussten Sie, dass Schweine zu den klügsten Säugetieren gehören? Sie haben einen ausgeprägten Spiel- und Erkundungstrieb und sind sehr saubere Tiere. Diese und weitere interessante und überraschende Fakten über Schweine vermittelt das kleine Heft kurz, kompakt und leicht verständlich.

Zur Broschüre

Letzte Aktualisierung: 13. März 2023


Weitere Informationen

Oekolandbau.de: Ökologische Schweinehaltung


Wann ist ein Schwein schlachtreif?

Mastschweine sind schlachtreif, wenn sie ein Gewicht von 110 bis 120 Kilogramm erreicht haben. Das dauert etwa fünf bis sechs Monate.

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