Springe zur Hauptnavigation Springe zum Inhalt

Bohne

Bohnen gedeihen im Garten am besten an einem warmen und sonnigen Platz. Man unterscheidet Stangenbohnen und Buschbohnen. Stangenbohnen sind Kletterpflanzen und brauchen daher eine Stange oder ein Rankgerüst, an dem sie hochwachsen können. Buschbohnen wachsen kompakt und benötigen keine Stütze. Stangenbohnen können über einen längeren Zeitraum geerntet werden als Buschbohnen.

Der wissenschaftliche Name ist Phaseolus vulgaris.

Einige längliche grüne Bohnen vor weißem Hintergrund
Werden Bohnen eher früh und häufig geerntet, wird die Bildung neuer Knospen gefördert. Dadurch erhöht sich die Erntemenge.
Quelle: popovaphoto via Getty Images

Geschichte

Die Bohne stammt aus der "Neuen Welt". Schon etwa 4.000 Jahre vor Christus sollen die Indianer in den Anden Bohnen angebaut haben. Im 16. Jahrhundert kam die Bohne durch die Spanier nach Europa und ist hier seitdem ein beliebtes Nahrungsmittel, besonders wegen ihres hohen Eiweißgehaltes.

Besonderheiten

Bohnen gehören wie alle Hülsenfrüchte zu den Leguminosen und sind in der Lage, über eine Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien Luftstickstoff zu binden. Die sich windenden Stangenbohnen erreichen eine Höhe von zwei bis drei Metern, wohingegen Buschbohnen nur 50 bis 60 Zentimeter hoch werden.

Standortbedingungen

Bohnen sind sehr frostempfindlich, insbesondere die Stangenbohnen. Sie lieben daher warme, sonnige und windgeschützte Lagen. Ein mittelschwerer, sandig-lehmiger, lockerer sowie humoser Boden bringt die besten Erträge.

Fruchtfolge und Mischkultur

Die Bohne stellt keine allzu großen Ansprüche an die Vorfrucht. Nur nach sich selbst sowie nach anderen Leguminosen – wie zum Beispiel Erbsen und Linsen – sollte eine Anbaupause von mindestens drei Jahren eingehalten werden. Aufgrund ihrer Stickstoff anreichernden Wirkung eignensich Bohnen ideal als Vorfrucht oder in Mischkultur mit Kohlrabi, Rettich, Sellerie oder Salat. Unverträglichkeiten treten hingegen mit Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Porree, Schnittlauch und Zwiebeln auf.

Aussaat / Pflanzung

 

Stangenbohne

Buschbohne

Aussaat

Mitte Mai, bei einer Bodentemperatur von mehr als zehn Grad Celsius

Saatabstand

Horstsaat (*):

6 bis 8 Samen/Stange,

80 Zentimeter x 80 Zentimeter

Reihensaat:

45 Zentimeter x 7 Zentimeter

Horstsaat:

4 bis 5 Samen/Horst,

55 Zentimeter x 35 Zentimeter

Saattiefe

2 bis 3 Zentimeter, mit Kompost bedecken und leicht andrücken

(*) "Horstsaat" bedeutet, dass mehrere Samen an eine Stelle gesäht werden.

Düngung

Da Bohnen in der Lage sind, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen, müssen sie nur wenig gedüngt werden. Starkes Düngen macht die Pflanze anfällig für Krankheiten und kann sich negativ auf den Geschmack auswirken. Auf nährstoffarmen Böden kann eine geringe Kompostgabe als Starthilfe förderlich sein.

Pflege

Um die Standfestigkeit und den Krankheitsbefall zu reduzieren, kann man die Jungpflanzen etwas anhäufeln. Bei Stangenbohnen eventuell die Ranken den Stangen zuleiten und befestigen. Besonders während der Blüte und der Fruchtbildung sollte gut gewässert werden. Stangenbohnen benötigen mehr Wasser als Buschbohnen.

Grüne Bohnen im Busch in Nahaufnahme
Als Bohne werden nicht nur die Samen und die Hülsen, sondern auch die gesamte Pflanze bezeichnet.
Quelle: Stefanie Keller via Getty Images

Schädlinge und Krankheiten

Die Schwarze Bohnenlaus trägt ihren Namen zu Recht, befällt aber neben Bohnen auch andere Pflanzen. Die Läuse saugen Pflanzensaft, bei starkem Befall rollen sich die Blätter ein und die Triebspitzen verkrümmen sich. Zur Bekämpfung empfiehlt es sich, die Läuse von Hand zu zerdrücken und Nützlinge zu fördern. Insbesondere die Larven von Marienkäfern und Florfliegen fressen Blattläuse.

Ernte und Lagerung

Die Bohnen sind reif, wenn sie beim Biegen glatt durchbrechen und an der Bruchstelle grün und saftig sind. Bei Bohnen gilt: Wer viel pflückt, erntet am meisten! Frühes und häufiges Pflücken erhöht die Erntemenge, da dadurch weitere Knospen zum Blühen angeregt werden. Überständige, übersehene Hülsen daher ebenfalls abpflücken und beseitigen.

Letzte Aktualisierung: 20. März 2023


: Auf einem Mischkulturbeet stehen Buschbohnen, Blattsalat, Zwiebeln und Spinat in Reihen nebeneinander

Mischkultur im Garten

In einer Mischkultur wachsen verschiedenste Gemüse, Salate, Kräuter und Blumen durcheinander auf einem Beet – allerdings nicht ohne System.

Eine gute Fruchtfolge fördert die Bodenqualität

Die "Fruchtfolge beachten" – was heißt das eigentlich? Was ist der Zweck eines Fruchtwechsels? Und lohnt sich das auch im Hausgarten?

Ein Mädchen und eine ältere Frau ernten Kohl im Gemüsegarten.

Ökologisch Gärtnern – was heißt das eigentlich?

Allein der Verzicht auf Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel macht noch keinen Bio-Garten. Was gilt es beim ökologischen Gärtnern zu beachten?

Hand hält dunkel gefärbte Erde.

Humus - das Multitalent

Humus ist nicht nur wichtig für ein gesundes Bodenleben und Pflanzenwachstum. Auch zum Klimaschutz trägt er ganz wesentlich bei.