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Mais selbst im Garten anbauen

Mais zählt heute zu den wichtigsten Körner- und Futterpflanzen. Wer ihn im Garten anbauen möchte, sollte sich für Zuckermais entscheiden, der süßer schmeckt als die für den Futteranbau verwendeten Arten. Der wissenschaftliche Name von Zuckermais ist Zea mays convar. saccharata.

Zwei Maiskolben halb geschält noch an der Pflanze
Im Gegensatz zu den meisten als Futtermais angebauten Maissorten, verliert Zuckermais seinen süßen Geschmack erst sehr spät und wird nicht so schnell mehlig.
Quelle: feellife via Getty Images

Geschichte

Der Mais stammt aus Zentral- und Südamerika. Zwar kam er im 15. Jahrhundert mit den Spaniern nach Europa, richtig angebaut wurde er hier jedoch erst ab dem 17. Jahrhundert.

Besonderheiten

Mais ist ein Gras. Die männlichen Blüten stehen als Rispe an der Spitze der Pflanze, die weiblichen Blüten sind achselständige Kolben, das bedeutet sie sitzen unmittelbar über einem Blattansatz in der Blattachsel. Sie sind von Scheidenblättern umhüllt, aus denen die Griffel herausragen.

Standortbedingungen

Der Zuckermais bevorzugt sonnige und warme Lagen. Der Boden sollte tiefgründig, kalkreich sowie humus- und nährstoffreich sein.

Fruchtfolge und Mischkultur

In Mischkultur eignet sich Mais gut als Windschutz, allerdings muss man auch bedenken, dass er durch seine Höhe Schatten wirft. Lichtbedürftige Nachbarn sollten deshalb nicht nördlich neben ihm gepflanzt werden. Um Bodenerosion zu vermeiden, können niedrig wachsende Pflanzen, die den Boden gut bedecken, zwischen den Mais gepflanzt werden: zum Beispiel Kürbis, Melonen oder Zucchini.

Aussaat / Pflanzung

Aussaat

ab Anfang Mai, bei einer Bodentemperatur über 10 Grad Celsius

Abstand

70 bis 80 Zentimeter x 30 bis 40 Zentimeter

Saattiefe

5 Zentimeter

Besonderheiten

Um eine sichere Bestäubung durch den Wind zu gewährleisten, sollte der Mais besser in Blöcken als in Reihen angelegt werden.

Düngung

Zuckermais ist eine sehr nährstoffbedürftige Pflanze. Daher sollten die Beete vor der Aussaat reichlich mit Kompost gedüngt werden. Je nach Art und Nährstoffgehalt des Bodens kann ein Nachdüngen erforderlich werden.

Pflege

Besonders solange die Pflanzen noch klein sind, muss das Unkraut regelmäßig entfernt werden, am besten durch Hacken. Um die Standfestigkeit zu verbessern und für eine gute Nährstoffaufnahme, empfiehlt es sich, die Pflanzen bei einer Größe von etwa 30 Zentimetern etwas anzuhäufeln. Bei extremer Trockenheit sollte reichlich gewässert werden.

Einige halb geschälte Maiskolben freigestellt vor weißem Hintergrund
Mais stammt ursprünglich aus Zentral- und Südamerika, zählt heute aber auch hier zu den wichtigsten Körner- und Futterpflanzen.
Quelle: Elenathewise via Getty Images

Schädlinge und Krankheiten

Die Maiskörner sind auch bei Vögeln sehr beliebt. Deshalb sollte man sowohl die Aussaaten als auch die reifenden Kolben schützen. Das geht am besten mit Schutznetzen, die man über die Beete legt oder mit Beuteln, die man über die Kolben stülpt.

Ernte und Lagerung

Die Ernte beginnt bei frühen Sorten Ende Juli oder Anfang August mit der sogenannten Milchreife. Ein erstes Anzeichen ist, dass sich die Griffel braun färben und eintrocknen. Am besten prüft man die Reife, indem man an einem Kolben die Körner vorsichtig freilegt und leicht anritzt. Tritt dabei milchiger Saft aus, ist der beste Erntezeitpunkt erreicht.
Mais sollte nicht zu spät geerntet werden, da er mit zunehmender Reife mehlig wird und an Geschmack verliert. Eingeschlagen in ein feuchtes Tuch ist Zuckermais für einige Tage im Kühlschrank haltbar.

Letzte Aktualisierung: 20. März 2023


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