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Was ist der Unterschied zwischen Winter- und Sommergetreide?

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Im Getreideanbau unterscheidet man zwischen Winter- und Sommergetreide. Der Unterschied ist schnell erklärt:

Wintergetreide wird noch vor dem Winteranfang, je nach Kultur ab etwa September, gesät und ab Juli des nächsten Jahres geerntet. Sommergetreide hingegen wird erst im Frühjahr ab Anfang März gesät und ab Juli des gleichen Jahres geerntet.

Wintergetreide benötigt im Gegensatz zum Sommergetreide einen ausgiebigen Kältereiz – der Fachmann spricht von Vernalisation. Das heißt, eine gewisse Zeit lang müssen sehr niedrige Temperaturen auf die Pflanze einwirken, damit diese stimuliert wird, im nächsten Jahr Blüten und Samen (Getreidekörner) zu bilden.

Durch die längere Vegetationszeit und die Ausnutzung der Winterfeuchtigkeit erbringen die Wintergetreide höhere Erträge als die Sommergetreide. Unter den Wintergetreidearten sind hierzulande der Winterweizen, der Winterroggen, die Wintergerste und die Wintertriticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen) bedeutend. Typische Sommergetreide sind Hafer, Sommergerste, Mais und in geringem Unfang auch Sommerweizen.

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Letzte Aktualiserung: 8. April 2022


Weitere Informationen

Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Getreide - Vielfalt an Sorten und Produkten

Industrieverband Agrar: Unterschied Winter- und Sommerweizen


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