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Warum haben Hühnereier unterschiedlich stabile Schalen?

Hühnereier unterscheiden sich nicht nur in Farbe und Größe voneinander, manche haben auch eine festere Schale als andere. Woran liegt das?

Ein beliebtes Spiel am Frühstückstisch ist das Eiertitschen.
Quelle: PavelRodimov / Getty Images

In Deutschland ist das "Eiertitschen" oder "Eierklopfen" ein beliebter Brauch – nicht nur zu Ostern. Dabei klopft man zwei Hühnereier mit den Enden gegeneinander. Wessen Eierschale dabei zu Bruch geht, hat verloren. Meistens zerbricht bei diesem Spiel nur bei einem Ei die Schale. Das liegt daran, dass die Eierschalen nicht bei allen Eiern gleich dick und fest sind. Dafür gibt es einen Grund.

Eier von älteren Hühnern sind größer und die Schalen dünner als die von jungen

Die Schale eines Hühnereis ist meist zwischen 0,3 und 0,4 Millimeter dick und besteht zu rund 90 Prozent aus Kalk. Um eine stabile Schale bilden zu können, müssen Hühner reichlich Kalzium über das Futter aufnehmen.

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Nun ist es so, dass die Eier mit zunehmendem Alter der Henne immer größer bzw. voluminöser werden. Das heißt, ältere Hennen bräuchten eigentlich mehr Kalzium, um eine unverändert dicke und stabile Schale bilden zu können.

Doch genau hier liegt das Problem: Denn je älter die Henne wird, desto weniger ist sie in der Lage, das im Futter enthaltene Kalzium über die Darmwand ins Blut aufzunehmen und für die Schalenbildung zu nutzen. Deswegen sind die Eier von älteren Hennen dünner und instabiler als die der jüngeren.

Wer beim Eiertitschen gewinnen will, müsste also eigentlich Eier von jungen Hühnern verwenden. Doch die zu erkennen ist leider unmöglich.


Weitere Informationen

Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Eier – Vom Stall bis in die Küche


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