Legen auch Masthühner Eier?
Letzte Aktualisierung: 21. Januar 2026
Grundsätzlich könnten auch Masthennen Eier legen, wenn sie denn die Legereife erreichen würden.
Quelle: ligora via Getty Images
In Kürze
- Masthühner könnten theoretisch Eier legen, erreichen die nötige Legereife aber nicht, weil sie lange vorher geschlachtet werden.
- Die Schlachtung erfolgt sehr früh: konventionell meist nach 4 bis 6 Wochen, bio und extensiv gehaltene Tiere nach etwa 8 bis 12 Wochen.
- Eierlegen ist erst ab rund 23 Wochen möglich – dieses Alter erreichen nur Zuchthennen für die Nachzucht der Mastlinien.
- Masthühner sind auf schnelles Wachstum gezüchtet, nicht auf Eierleistung
In der Theorie können Masthühner Eier legen, doch so alt werden diese Tiere nicht. Konventionell gehaltene Masthühner – männlich wie weiblich – werden in der Regel nach vier bis maximal sechs Wochen geschlachtet. "Extensiv" aufgezogene Tiere, die unter anderem Zugang zu Auslauf haben und weniger dicht gehalten werden, bringen es auf acht bis 12 Wochen. Bio-Masthähnchen erreichen in der Regel ein Alter von 8,5 bis 10 Wochen, bevor sie geschlachtet werden dürfen.
Zum Eierlegen müssten die Tiere jedoch mindestens 23 Wochen alt werden. Erst dann erreichen sie die biologische Legereife.
Hätten Sie's gewusst?
Ist von "Hähnchen" die Rede, gilt diese Bezeichnung nicht nur für männliche, sondern auch für weibliche Masthühner. Fachleute bezeichnen diese Tiere auch als Broiler.
So alt werden nur diejenigen Tiere, die als Legehennen für den benötigten Nachwuchs sorgen, indem sie Eier legen, aus denen dann die neuen Mastküken schlüpfen. Jede dieser Hennen legt in ihrem Leben etwa 180 brutfähige Eier, und zwar in einer Legeperiode von etwa 45 Wochen.
Jährlich wachsen in Deutschland rund 88 Millionen Masthühner auf. Sie sind in der Regel auf eine hohe Gewichtszunahme und eine gute Futterverwertung gezüchtet, damit sie in kürzester Zeit so viel Muskelfleisch wie möglich ansetzen.
Seit 1. Januar 2022 werden in Deutschland neben reinen Masthühnern auch sogenannte Bruderhähne als Masttiere mit aufgezogen. Grund dafür ist eine Gesetzesänderung von Anfang 2022, nach der das Töten männlicher Küken in Deutschland verboten ist. Bruderhähne sind die Brüder der Legehennen. Sie werden für die Eiererzeugung nicht benötigt und daher nach dem Schlüpfen aussortiert. Da sie nicht für die Mast gezüchtet sind, setzen sie weniger und sehr viel langsamer Fleisch an.
Weitere Informationen
Initiative Tierwohl: Legt ein Masthähnchen Eier? (Video)
DLG – Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft: Haltung von Masthühnern
