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Mähdrescher und Co. – Maschinen für die Ernte

Getreide, Gras, Rüben, Kartoffeln und vieles mehr wächst auf dem Acker. Dementsprechend braucht es für die Ernte ganz unterschiedliche Maschinen.

Traktor mit Rundballenpresse beim Strohpressen.
Das Stroh, das vom Mähdrescher auf Schwad auf dem Feld abgelegt wird, kann später von einer Ballenpresse aufgenommen und zu Rund- oder Quaderballen gepresst werden. Im Bild zu sehen ist eine Rundballenpresse, die von einem Traktor gezogen wird. Mit solch einer Ballenpresse lassen sich auch Ballen aus Heu pressen.
Quelle: landpixel.de

Die wohl bekannteste Erntemaschine in der Landwirtschaft ist der Mähdrescher. Mit ihm lassen sich heute in wenigen Stunden mehrere Tonnen Getreide, sowie Raps, Sonnenblumen und andere samentragende Kulturen ernten. Wie der Name schon sagt, vereint der Mähdrescher das Mähen und Ausdreschen der Samenkörner sowie das Reinigen der Körner in einer Maschine. Das Stroh wird nach dem Ausdreschen entweder in einem Wall – dem sogenannten Schwad – auf dem Feld abgelegt oder zerkleinert und über die Fläche verteilt.

Der Mähdrescher ist ein hochkomplexes, selbstfahrendes Gerät, mit Arbeitsbreiten von bis zu 14 Metern. Da die Anschaffung eines solchen Gerätes, je nach Ausführung, eine halbe Million und mehr kosten kann, schaffen sich in der Regel nur landwirtschaftliche Betriebe mit sehr viel Fläche solche Maschinen selbst an. Alle anderen Betriebe mieten Mähdrescher –meist über Lohnunternehmer oder Maschinenringe und häufig gleich im Paket mit einer Fahrerin oder einem Fahrer.

Stroh, das nicht auf dem Feld verbleiben soll, wird später mit einer Ballenpresse zu Rund- oder Quaderballen gepresst und gebunden.

Vollernter für Rüben und Kartoffeln

Zuckerrüben und Kartoffeln werden mit speziellen Vollerntern – auch Roder genannt – geerntet. Es gibt Varianten, die vom Traktor gezogen werden, andere sind selbstfahrend. Während angehängte Rübenroder ein bis maximal zwei Reihen gleichzeitig schaffen, können mit modernen selbstfahrenden Maschinen bis zu sechs Reihen geerntet werden.

Die Rüben und Kartoffeln werden durch spezielle Rodeschare aus der Erde gehoben und anschließend über Reinigungswalzen und Siebbänder geleitet. Diese sorgen dafür, dass die anhaftende Erde abgetrennt wird. Einige Kartoffelroder haben auch einen Verlesetisch, an dem Erntehelferinnen und -helfer zusätzlich Steine, sowie kleine und beschädigte Kartoffeln von Hand aussortieren können. Anschließend werden die Knollen bzw. Rüben in einem speziellen Vorratsbehälter – auch Bunker genannt – zwischengelagert, bis sie auf einen Hänger zum Abtransport übergeladen werden können.

Auch Vollernter sind sehr teuer in der Anschaffung, sodass sie in der Regel über Lohnunternehmen oder Maschinenringe gemietet werden.

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Quelle: gunnar3000 - stock.adobe.com

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Feldhäcksler für Mais und Gras

Sogenannte Feldhäcksler kommen überall dort zum Einsatz, wo ganze Kulturpflanzen zerkleinert werden sollen. Das sind meist Getreide oder Gras, die zur Herstellung von Silage oder als Substrat für Biogasanlagen dienen.

Mit einem speziellen Schneidvorsatz ausgestattet können die Häcksler die Pflanzen auf dem Feld abschneiden. Im Innern des Häckslers werden die Pflanzen dann auf die gewünschte Länge gehäckselt und meist über ein Auswurf-Schwenkrohr auf ein nebenherfahrendes Transportfahrzeug verladen.

Feldhäcksler gibt es zwar auch zum Anbau oder zum Anhängen an den Traktor, meist werden aber selbstfahrende Häcksler eingesetzt, da sie einen wesentlich höheren Umsatz haben. Wie Mähdrescher und Roder, sind auch selbstfahrende Feldhäcksler sehr teuer, sodass auch hier meist die Dienste von Lohnunternehmern und Maschinenringen in Anspruch genommen werden.

Letzte Aktualisierung: 18. Februar 2022


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