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Für mehr Tierwohl: Haltungskriterien im Überblick

Die Zahl an verschiedenen Tierwohl-Labels ist groß und verwirrt viele Käuferinnen und Käufer. Wir bringen Licht in den Label-Dschungel.

Legehennen in Freilandhaltung
Legehennen in Freilandhaltung
Quelle: landpixel.de

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher lehnen eine intensive Nutztierhaltung mit nicht tiergerechten Haltungsbedingungen ab. Wenn es nach ihren Wünschen ginge, hätten Rinder, Schweine & Co. frische Luft, Licht und ausreichend Platz zur Verfügung. Gefordert wird ein höheres Maß an Tierwohl in der Landwirtschaft.

Tierwohl – Was bedeutet das eigentlich?

Nicht selten werden die Begriffe Tierwohl, Tierschutz und Tiergerechtheit durcheinandergebracht. Trotz Überschneidungen bedeuten sie jedoch nicht dasselbe: Der Begriff Tiergerechtheit bezieht sich auf Management und Haltungsverfahren und beschreibt, inwiefern ein Haltungssystem Wohlbefinden ermöglicht. Während sich Tierschutz auf die Aktivitäten des Menschen bezieht, Tiere zu schützen, wie etwa durch Gesetze, steht bei Tierwohl die Perspektive des Tieres im Vordergrund.

Der Begriff Tierwohl umfasst die Bereiche Haltung, Gesundheit und Wohlbefinden. Die Tiere müssen also gesund sein, sollen sich artgemäß verhalten können und möglichst wenig Stress ausgesetzt sein. Haltungssysteme, die ein hohes Tierwohlniveau erreichen, können als tiergerecht bezeichnet werden.

Wer prüft, wie es den Tieren geht?

Seit 2014 sind Tierhalterinnen und Tierhalter laut Tierschutzgesetz dazu angehalten, das Wohl ihrer Tiere regelmäßig zu überprüfen. Um den Tierhaltungsbetrieben eine möglichst objektive Bewertung des Tierwohls zu ermöglichen, haben Experten aus Wissenschaft, Beratung, Tierschutz und Praxis für alle relevanten Tiergruppen belastbare tierbezogene Kriterien – sogenannte Tierschutzindikatoren – erarbeitet und in stalltauglichen Leitfäden zusammengefasst.

Die Prüfung beinhaltet, dass in regelmäßigen Abständen der Zustand der Tiere vorort im Stall begutachtet wird. Außerdem werden Daten aus Milchuntersuchungen und Schlachtbefunden herangezogen, die Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der Tiere möglich machen. Auf Basis dieser Prüfung kann dann abgeschätzt werden, ob durch geeignete Managementmaßnahmen das Tierwohl verbessert werden muss.

Als gesetzliche Grundlage gilt für Tierhalterinnen und Tierhalter in Deutschland die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung. Sie gibt jedoch keine verbindlichen Standards in Sachen Tierwohl vor. Regelmäßige Kontrollen, ob die gesetzlichen Tierschutzvorgaben eingehalten werden, sind auch nicht vorgeschrieben. Die zuständigen Veterinärämter machen zwar stichprobenartig Kontrollen. Nach Aussage der Bundesregierung wurden Betriebe in den Jahren 2009 bis 2017 im Durchschnitt jedoch nur etwa alle 17 Jahre kontrolliert.

Im Ökolandbau gibt es darüber hinausgehende Regelungen. So stellt die EU-Öko-Verordnung höhere Anforderungen an die Tierhalterinnen und Tierhalter, was die Haltungsbedingungen angeht. Tiere im Ökolandbau müssen zum Beispiel mehr Platz und einen Auslauf ins Freie haben.

Da die EU-Öko-Verordnung jedoch den tatsächlichen Zustand der Tiere – also Gesundheit und Verhalten – unberücksichtigt lässt, hat die Arbeitsgemeinschaft Tierwohl der deutschen Bio-Anbauverbände Bioland, Gäa, Demeter, Naturland und Biokreis 2014 ein Prüfsystem entwickelt, um das Wohlergehen der Tiere auf Öko-Betrieben beurteilen und kontrollieren zu können. Dieses Prüfsystem wird im Rahmen der regelmäßigen Öko-Kontrollen auf tierhaltenden Betrieben dieser Verbände angewendet.

Tierhaltende Betriebe, die an einigen der unten vorgestellten Tierwohl-Initiativen wie „Für Mehr Tierschutz“, „Neuland“ oder „Vier Pfoten – Tierschutz kontrolliert“ teilnehmen, werden ebenfalls regelmäßig auf die Einhaltung der Tierwohl-Vorgaben kontrolliert.

BZL-Broschüre

Tierwohl - Was hat das mit mir zu tun?

Der Unterrichtsbaustein für die 7. - 9. Jahrgangsstufe bereitet das komplexe Thema Tierwohl für die Fächer Sozialkunde, Politik, Wirtschaft und Verbraucherbildung auf und nimmt dabei vor allem die Milchviehhaltung in den Blick.

Zur Broschüre

Einführung eines staatlichen Tierwohlkennzeichens

Seit einigen Jahren wird ein staatliches Label gefordert, mit dem tierische Produkte gekennzeichnet werden können, die nach Tierwohlstandards erzeugt wurden, die über den gesetzlichen Mindeststandard hinausgehen.

Seine Einführung ist beschlossene Sache. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hatte bereits im Februar 2019 die Kriterien für das staatliche Tierwohlkennzeichen vorgestellt. Es soll als freiwillige Kennzeichnung in drei Stufen vergeben werden und zunächst nur für Schweine gelten, später aber auch auf andere Nutztierarten ausgeweitet werden. Wann die ersten Produkte mit dem neuen Kennzeichen auf den Markt kommen, ist bislang jedoch noch nicht klar.

Bestehende Tierwohlkennzeichnungen im Überblick

Um Verbraucherinnen und Verbrauchern die Auswahl zu erleichtern, haben verschiedenste Initiativen in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Tierwohlkennzeichnungen entwickelt. Leider ist die Bandbreite an Labeln inzwischen so groß, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Wir verraten Ihnen daher im Folgenden, welches Label wofür steht.

Für Mehr Tierschutz

Der Deutsche Tierschutzbund hat mit dem zweistufigen Tierschutzlabel "Für Mehr Tierschutz" eine Kennzeichnung eingeführt, mit der seit 2013 Produkte von Masthühnern und Mastschweinen gekennzeichnet werden, seit 2016 auch Produkte von Legehennen und seit 2017 Milchprodukte. Die teilnehmenden Erzeugerbetriebe werden zweimal jährlich und unangekündigt von unabhängiger Stelle kontrolliert.

Das Siegel gliedert sich in zwei Stufen:

Den Tieren muss mehr Platz zur Verfügung gestellt werden: Für Schweine müssen die Buchten so ausgestaltet sein, dass sie eine Trennung in Funktionsbereiche (Liegen, Fressen und Koten) ermöglichen. Pro Kuh muss eine komfortable Liegebox und ein Fressplatz vorhanden sein. Bei Mastgeflügel sind ein Außenklimabereich sowie Strukturelemente wie Sitzstangen verpflichtend und Legehennen bekommen zusätzliche Sandbäder. Das betäubungslose Veröden der Hornanlage der Kälber ist verboten. Vor einem geplanten Transport zur Schlachtung muss der Landwirt sicherstellen und dokumentieren, dass die Kuh nicht trächtig ist.

In der zweiten Labelstufe kommen zusätzlich unter anderem Zugang zu Auslauf (bzw. Laufhof oder Weide) oder Freilandhaltung sowie bei den Schweinen Einstreu im Liegebereich hinzu. Bei den Masthähnchen muss eine noch geringere Besatzdichte als in der Eingangsstufe eingehalten werden.

Mehr Infos: Für mehr Tierschutz

Neuland

Alle Neuland-Tiere werden nach strengen Richtlinien artgerecht gehalten. Sie haben mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben, ganzjährig Auslauf ins Freie, liegen auf Stroh und bekommen nur regionale, gentechnisch nicht veränderte Futtermittel zu fressen. Tierische Futtermittel wie Fisch- oder Tiermehl sind ebenso verboten wie Leistungsförderer in der Fütterung. Neben diesen allgemeingültigen Richtlinien gelten für die verschiedenen Tierarten weitere, spezielle Anforderungen.

Verglichen mit dem Tierschutzlabel "Für Mehr Tierschutz" erfüllt Neuland mit seinen Vorgaben die Anforderungen der Premiumstufe des Labels problemlos, in einigen Bereichen liegen die Neuland-Standards sogar darüber. Mit dem Neuland-Siegel werden Produkte von Mastgeflügel, Mastschweinen, Mastrindern, Legehennen und Schafen gekennzeichnet. Die erzeugenden Betriebe werden mindestens einmal jährlich und unangemeldet kontrolliert.

Mehr Infos: Neuland

Vier Pfoten – Tierschutz kontrolliert

2012 wurde in Österreich und Deutschland das zweistufige "Tierschutz-kontrolliert"-Gütesiegel der Organisation Vier Pfoten eingeführt. Das Label gilt für Mastrinder, Mastschweine, Legehennen, Mastenten, Mastputen, Milch- und Fleischschafe, Milch- und Fleischziegen, Masthühner und Milchvieh. In Österreich gibt es bereits Eier sowie Schweine- und Entenfleischprodukte, die mit dem Gütesiegel gekennzeichnet sind. Im deutschen Einzelhandel sind bislang nur Milch-Produkte mit dem Vier-Pfoten-Siegel zu finden.

Die Stufe Silber steht für grundlegende Verbesserungen der Lebensbedingungen in der konventionellen Haltung und betrifft damit eine größere Anzahl Nutztiere. Gold steht für eine Tierhaltung nach höchstmöglichen Tierschutzstandards. Das Gütesiegel beinhaltet neben den Vorgaben für die Haltung auch solche für den Transport und die Schlachtung. Vermarkter treten als Lizenznehmer auf, die Landwirte unter Vertrag nehmen. Einmal im Jahr werden die tierhaltenden Betriebe durch unabhängige Kontrollstellen kontrolliert. Darüber hinaus behält sich Vier Pfoten vor, stichprobenartige Überkontrollen durchzuführen.

Mehr Infos: Vier Pfoten – Tierschutz kontrolliert

EU-Biosiegel und Bio-Anbauverbände

Grundlage für die Bio-Tierhaltung ist die EU-Verordnung Ökologischer Landbau. Sie schreibt eine flächengebundene Tierhaltung vor. Das bedeutet, dass der zulässige Tierbesatz von der vorhandenen Fläche abhängt. Außerdem hat die Tierhaltung artgerecht zu erfolgen, das bedeutet beispielsweise Auslauf oder Weidegang oder ein Verbot ausschließlicher Haltung auf Spaltenböden oder präventiver Antibiotika-Gaben. Je nach Tierart gibt es detaillierte Vorgaben wie beispielsweise bestimmte Einstreu, Sitzstangen, Staubbäder, Wasserbecken, Wühlflächen usw.

Laut EU-Verordnung soll das Futter für die Tiere überwiegend im eigenen oder einem anderen Bio-Betrieb in der Region erzeugt werden. Ist nicht genügend Futter in Öko-Qualität verfügbar, können auch konventionelle Futtermittel verwendet werden.

Die Richtlinien der deutschen Öko-Anbauverbände Bioland, Naturland, Demeter, Biopark, Gäa, Biokreis, Ecoland und Verbund Ökohöfe gehen teilweise über diese Mindestvorgaben hinaus.

Für den (Schlacht-)Transport von Nutztieren verbietet die EU-Öko-Verordnung den Einsatz von Elektroschockern und herkömmlichen Beruhigungsmitteln. Den Verbänden zufolge dürfen die Tiere maximal vier Stunden lang und 200 Kilometer weit transportiert werden.

Zum Platzbedarf der einzelnen Tiere machen die EU-Öko-Verordnung sowie die Richtlinien der Verbände detaillierte Angaben, die teilweise noch über die Vorgaben der anderen Siegel hinausgehen.

Mehr Infos: Was heißt "Bio"? – oekolandbau.de

Haltungsform

Das Label "Haltungsform" wurde gemeinsam von mehreren Supermarktketten entwickelt und eingeführt. In vier Kategorien werden die folgenden Haltungsbedingungen gekennzeichnet: Stallhaltung (rot), Stallhaltung Plus (blau), Außenklima (orange) und Premium (grün).

Bei dieser Kennzeichnung handelt es sich allerdings nicht um ein eigenständiges neues Label mit eigenem Kontrollsystem. Es dient vielmehr dazu, bestehende Standards und Tierwohlprogramme in ein vierstufiges System einzuordnen. Nach den gesetzlichen Mindeststandards erzeugte Produkte werden so zum Beispiel der Stufe 1, Bioprodukte der Stufe 4 zugeordnet. Verglichen mit allen anderen Labels werden bei "Haltungsform" nur sehr wenige Kriterien für die Bewertung herangezogen.

Mehr Infos: Haltungsform

Initiative Tierwohl

2015 wurde die Initiative Tierwohl ins Leben gerufen. Hinter der Initiative stehen Unternehmen und Verbände aus dem Lebensmitteleinzelhandel, aus der Fleischwirtschaft sowie aus der Landwirtschaft. Teilnehmende Betriebe, die sich für mehr Tierwohl einsetzen, erhalten durch die Initiative ein etwas höheres Tierwohlentgelt. Um zu prüfen, ob die erzeugenden Betriebe die Kriterien einhalten, werden sie mindestens zweimal jährlich kontrolliert, einmal davon unangekündigt.

Seit 2018 kennzeichnet die Initiative die nach Tierwohlkriterien erzeugten Produkte auch mit einem Siegel. Dies ist bislang fast nur auf Geflügelprodukten zu finden. In kleinerem Umfang werden inzwischen aber auch Schweinefleischprodukte gekennzeichnet.

Mehr Infos: Initiative Tierwohl

Haltungskriterien im Überblick

Masthühner

Masthühner Maximale
Gruppen-
größe pro Stall
Maximale
Besatz-
dichte
Auslauf Einstreu Mastdauer Transport-
dauer
Gesetzliche
Bestimmungen
k.A. 39 kg/m2 nicht vorge-
schrieben
- 32-46 Tage k.A.
Haltungsform k.A. Stufe 1: 39 kg/m2
Stufe 2: 35 kg/m2
Stufe 3: 25 kg/m2
Stufe 4: 21 kg/m²
Stufe 3: ständiger Zugang zu Außenklimastall
Stufe 4: Zugang zu Freigelände (min. 1/3 der Lebenszeit)
Stufe 4: mind.
1/3 der
Fläche
k.A. k.A.
Vier Pfoten Silber:
30.000
Gold:
4.800
Silber:
25 kg/m2
Gold:
25 kg/m2
Silber:
Kaltschar-
raum
Gold:
Kaltschar-
raum und Grünauslauf 4 m²/Tier
flächen-
deckend
k.A.
(es werden
die max.
täglichen Gewichts-
zunahmen
festgelegt)
200 km /
4 h
Initiative
Tierwohl
k.A. 10% mehr
Platz als
gesetzlich
vorge-
schrieben
k.A. k.A. k.A. k.A.
Für Mehr
Tierschutz
Einstieg:
30.000 Tiere
Premium:
4.800 Tiere
Einstieg:
25 kg/m²
und 15 Tiere/m² (ohne Kaltscharrraum); sonst 29 kg/m² und 17 Tiere/m²
Premium:
21 kg/m²
und 10 Tiere/m² (ohne Kaltscharrraum); sonst 25 kg/m² und 15 Tiere/m²
Einstieg: Kalt-
scharrraum
Premium:
Kaltscharrraum + 4 m² Auslauf pro Tier, davon 2,5 m² im Radius von 150 m
flächen-deckend

Einstieg:
k.A.
Premium:
mind. 56
Tage

Beide: Es werden max. tägliche Gewichtszunahmen festgelegt.

max. 4 h
Neuland 4.800
Tiere
21 kg/m²
und 20
Tiere/m²,
ab dem 29.
Lebenstag
21 kg/m²
und 10
Tiere/m²
Grünauslauf
mit 4m²/Tier
flächen-
deckend
mind. 56
Tage
200 km / 4 h
EU-Öko-
Verordnung
4.800
Tiere
21 kg/m²
und 10 Tiere/m²
Grünauslauf
mit 4m²/Tier
mind. 1/3
der Fläche
mind. 81
Tage
k.A.
Bioland,
Naturland,
Demeter
4.800
Tiere
21 kg/m²
und 10 Tiere/m²
Grünauslauf
mit 4m²/Tier
mind. 1/3
der Fläche
mind. 81
Tage
Bioland,
Naturland:

max. 200 km u. 4 h

Legehennen

Legehennen Maximale Gruppengröße Maximale Besatzdichte Auslauf
Gesetzliche
Bestimmungen
6.000 Tiere 9 Tiere/m2 Boden- und Freilandhaltung: Kaltscharraum
Vier Pfoten Silber: 4.000 Tiere
Gold: 3.000 Tiere
Silber: 8 Tiere/m2
Gold: 7 Tiere/m2
Silber: Kaltscharraum
und Grünauslauf 8 m²/Tier
Gold: Kaltscharraum
und Grünauslauf 8 m²/Tier
Für Mehr
Tierschutz
Einstieg: 3.000 Tiere
Premium: 3.000 Tiere
Einstieg: 7 Tiere/m2 Premium: 7 Tiere/m2 Einstieg: Kaltscharraum
Premium: Kaltscharrraum + 4 m² Auslauf pro Tier im Radius von 150 m
Neuland 1.500 Tiere 6 Tiere/m2 ganzjähriger Freilandauslauf mit 4m2/Tier
EU-Öko-
Verordnung
3.000 Tiere 6 Tiere/m2 Freilandauslauf mit 4m2/Tier
Bioland,
Naturland,
Demeter
3.000 Tiere 6 Tiere/m2 Freilandauslauf mit 4m2/Tier

 

Mastschweine

Mastschweine Flächen-
bedarf (gewichts-
abhängig)
Einstreu Auslauf Schwanz-kupieren Transport-dauer
Gesetzliche
Bestimmungen
0,5 - 1 m2/Tier nicht vorge-schrieben nicht vorge-
schrieben
erlaubt max. 24 h
Haltungsform Stufe 1: mind. 0,75 m²/Tier Stufe 2: mind. 0,825 m²/Tier Stufe 3: 1,05 m²/Tier Stufe 4: 1,5 m²/Tier k.A. Stufe 4: vorge-
schrieben
k.A. k.A.
Vier Pfoten Silber:
0,7 - 2 m²/Tier Gold:
0,6 - 1,5 m²/Tier
im Liege-
bereich
Silber: vorge-
schrieben
Gold: Freilandhaltung verpflichtend, max. 14 Tiere/ha
verboten 200 km / 4 h
Initiative
Tierwohl
10% mehr Platz als gesetzlich vorge-schrieben k.A. k.A. k.A. k.A.
Für Mehr
Tierschutz
Einstieg: mind. 0,65  - 2,1 m²/Tier
Premium: mind. 0,8 - 2,3 m²/Tier
im Liege-bereich Einstieg: nicht vorgeschrieben Premium: mind. 0,3 - 0,8 m²/Tier verboten 200 km /
4 h
Neuland mind.
0,5 - 1,6 m²/Tier
im Liegebereich Je nach Gewicht des Tiers (bis 60, bis 120, über 120 kg): Auslauf: mind. 0,3, 0,5 bzw. 0,8 m²/Tier Stall: mind. 0,5, 1,0 bzw. 1,6 m²/Tier verboten 200 km /
4 h
EU-Öko-
Verordnung
mind.
0,8 - 1,5 m²/Tier
im Ruhe-
bereich
mind. 0,6 - 1,2m²/Tier verboten k.A.
Bioland,
Naturland,
Demeter
mind.
0,8 - 1,5 m²/Tier
im Ruhe-bereich mind. 0,6 - 1,2m²/Tier verboten Bioland,
Naturland:

200 km /
4 h

 

Mastrinder

Mastrinder Platzangebot
(gewichts-
abhängig)
Auslauf Anbinde-
haltung
Kälber
enthornen
Transport
Gesetzliche
Bestimmungen
k.A. nicht
vorge-
schrieben
erlaubt erlaubt max. 29 h
Haltungsform Stufe 1:
1,5 - 2,2 m²/Tier
Stufe 2:
1,5 - 3 m²/Tier
Stufe 3:
1,5 - 4 m²/Tier
Stufe 4:
1,5 - 5 m²/Tier
Stufe 3: ganzjährig nutzbarer Laufhof
Stufe 4: ständiger
Auslauf
und Weide
ab Stufe 2:
verboten
Stufen 1 - 3:
erlaubt
Stufe 4:
im Ausnahmefall
(mit Betäubung)
k.A.
Vier Pfoten Silber:
2,5 - 5 m²/Tier
Gold:
2,5 - 5 m²/Tier
Silber:
Weidegang für
mind. 120 Tage/Jahr
Gold:
Laufhof am Stall und
Weidegang für 150 Tage/Jahr
(mind. 120)
verboten Silber:
durch Tierarzt
nach Schmerzaus-schaltung,
Sedierung und
Schmerz-behandlung
Gold:
verboten
200 km
/ 4 h
Für Mehr Tierschutz (Mast von Rindern aus Milchkuhbetrieben)

Bis Ende 3.Monat, 130 kg: 1,5 m², davon eingestreuter Liegebereich min. 1 m²

4.-6. Monat, 130-200 kg: 3 m², davon eingestreuter Liegebereich min. 2 m²

200-300 kg: 3 m², davon min. 2 m² Liegefläche

300-400 kg: 4 m², davon min. 2,5 m² Liegefläche

400-500 kg: 5 m², davon min. 2,5 m² Liegefläche

ab 500 kg: 1 m² pro 100 kg, davon min. 50% Liegefläche

Premium:

4.-6. Monat, 130-200 kg: 2 m² Auslauf pro Tier

200-300 kg: 2 m² Auslauf

300-400 kg: 2 m² Auslauf

400-500 kg: 3 m² Auslauf

ab 500 kg: 0,75 m² pro 100 kg

Alternativ oder zusätzlich zum Laufhof kann der Betrieb den Zugang zu einer Weide gewähren.

verboten Nur unter Sedierung, Lokalanästhesie (Tierarzt) und Schmerzmittelgabe 200 km, max. 4 h
Neuland 1 m²/100 kg Lebend-gewicht; Mutterkühe:
5m²/Tier
0,75 m²/
100 kg Lebend-gewicht
verboten Mit Betäubung
nur nach
Indikation
durch Tierarzt
200 km
/ 4h
EU-Öko-
Verordnung
1,5 - 5 m²/Tier 1,1 - 3,7 m²/Tier Für Klein-
betriebe
unter
bestimmten Voraus-
setzungen zulässig
Kann genehmigt werden k.A.
Bioland,
Naturland,
Demeter
1,5 - 5 m²/Tier 1,1 - 3,7 m²/Tier Für Klein-
betriebe
unter
bestimmten Voraus-setzungen zulässig
Bioland:
bei Jungtieren
< 1 Jahr
verboten
Bioland,
Naturland:

Kann genehmigt werden
Demeter:
verboten
Bioland, Naturland:
200 km
/ 4 h

Milchkühe

Milchkühe Platz-
angebot
(je Tier)
Auslauf Anbinde-
haltung
Kälber
enthornen
Transport
Gesetzliche
Bestimmungen
k.A. nicht
vorge-
schrieben
erlaubt erlaubt max. 29 h
Haltungsform Stufe 1: k.A.
Stufe 2: 4 m2
Stufe 3: 5 m2
Stufe 4: 6 m2
Stufe 3:
Laufhof
(3 m2/Tier)
oder
Weidegang
Stufe 4:
Laufhof (3 m2/Tier) und
Weidegang
Stufe 1:
erlaubt
Stufe 2:
saisonal
erlaubt
Stufen 3-4:
nicht erlaubt
Stufen 1-3:
erlaubt
Stufe 4:
im Ausnahme-
fall mit
Betäubung
erlaubt
k.A.
Vier Pfoten 6 m2 Silber:
Weidegang mind.
120 Tage/Jahr
Gold:
Laufhof am
Stall und Weide-
gang 150 Tage/Jahr
(mind. 120) 
verboten Silber:
durch Tierarzt
nach Schmerz-
ausschaltung,
Sedierung und
Schmerz-
behandlung
Gold:
verboten
200 km
/ 4 h
Für Mehr
Tierschutz
Einstieg:
6 m2 Bewegungsfläche
Premium:
9 m2 Bewegungsfläche (6 m2 Stallinnenfläche und 3 m2 ganzjährig verfügbarer Laufhof)
Einstieg:
k.A.
Premium:
ganzjährig
Zugang zum
Außenklima (Weide innerhalb der Vegetationszeit für mind. 120 Tage/Jahr und zusätzlich 3 m2 befestigter Laufhof)
verboten Nur unter Sedierung, Lokalanästhesie (Tierarzt) und Schmerzmittelgabe 200 km / max. 4 h
EU-Öko-
Verordnung
6 m2 Freilandauslauf mit mind. 4,5 m2/Tier Für Klein-
betriebe
unter
bestimmten Voraus-
setzungen zulässig
Kann
genehmigt
werden
k.A.
Bioland,
Naturland,
Demeter
6 m2 Freilandauslauf mit mind. 4,5 m2/Tier Für Klein-
betriebe
unter
bestimmten Voraus-
setzungen zulässig;
Bioland:
bei Jungtieren
< 1 Jahr
verboten
Bioland,
Naturland:

Kann
genehmigt
werden (dann
mit Betäubung), Demeter:
verboten
Bioland,
Naturland:

200 km
/ 4 h

 

Letzte Aktualisierung: 15. Februar 2021


Weitere Informationen

Oekolandbau.de: Wie werden Tiere im ökologischen Landbau gehalten?


Das staatliche Tierwohlkennzeichen – was steckt dahinter?

Das neue staatliche Tierwohlkennzeichen soll es beim Einkauf leichter machen, ein Mehr an Tierwohl erkennen und damit auch honorieren zu können.

Mastschweine in einem Stall mit Spaltenboden

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