Warum werden Kartoffeln angehäufelt?
Letzte Aktualisierung: 25. Februar 2026
Kartoffeln werden meist angehäufelt, der Fachbegriff hierfür ist Dammkultur. Aber warum? Und wie entstehen die Dämme?
Quelle: landpixel.de
Zunächst einmal werden Kartoffeln nicht gesät oder gepflanzt, sie werden gelegt. Beim Legen der Pflanzkartoffeln wird die Erde mit Maschinen so über den Knollen angehäufelt, dass die für ein Kartoffelfeld typischen Dämme entstehen.
Kartoffeln würden zwar auch ohne das Anhäufeln von Dämmen wachsen. Die Dammkultur hat aber gegenüber dem Anbau auf Flachbeeten verschiedene Vorteile: sie erleichtert die Maschinenernte und die mechanische Unkrautregulierung.
Anhäufeln verbessert das Bodenklima für die Kartoffeln
Im Damm erwärmt sich der Boden schneller. Dadurch können Landwirtinnen und Landwirte schon früher im Jahr mit der Kartoffelkultur beginnen.
Die Dämme regeln zusätzlich den Wasserhaushalt: Der Boden trocknet schneller ab, was sich besonders auf lehmigen, feuchten Böden günstig auswirkt. Auf Standorten, die zu Staunässe neigen, verhindert die Dammkultur, dass die Pflanzenwurzeln im Wasser stehen.
Zudem wirkt sich der verbesserte Gasaustausch – beispielsweise mit Sauerstoff oder Kohlendioxid – positiv auf die Pflanzenwurzeln und die im Boden lebenden Mikroorganismen aus.
Kartoffeln im Hobbygarten anhäufeln
Um den Ertrag zu erhöhen, ist das Anhäufeln auch für den Kartoffelanbau im eigenen Garten sinnvoll. Hier empfiehlt es sich, die Dämme nicht sofort anzulegen, sondern abzuwarten, bis die Pflanzen etwa 20 bis 30 Zentimeter hoch sind. So können sich in diesem Bereich zusätzliche Knollen bilden. Bei der Gelegenheit lässt sich Unkraut auch gleich mit entfernen.
