Warum wachsen immer mehr Erdbeeren im Folientunnel?
Letzte Aktualisierung: 31. März 2026
Der geschützte Erdbeeranbau in Deutschland nimmt seit Jahren deutlich zu. 2025 wuchsen Erdbeeren auf 2.081 Hektar unter Schutzabdeckungen wie Folientunneln – das entspricht rund einem Sechstel der gesamten Erdbeeranbaufläche. Zehn Jahre zuvor lag dieser Anteil noch bei lediglich drei Prozent.
Der Anbau unter Schutz sorgt für höhere Erntesicherheit und gleichbleibend hohe Qualität, da die Früchte beispielsweise besser vor Wetterrisiken geschützt sind. Außerdem wird die Ernte um mehrere Wochen verfrüht. Die Produktivität auf diesen Flächen ist mehr als doppelt so groß: Im geschützten Anbau wurden 2025 im Schnitt 23 Tonnen je Hektar geerntet, im Freiland nur 10 Tonnen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Anbauflächen mit geschütztem Anbau stetig zunehmen. 2025 wurden rund 48.000 Tonnen Erdbeeren aus geschütztem Anbau, das ist im Vergleich zu 2015 etwa viermal so viel.
Gut zu wissen: Erdbeeren sind nach Äpfeln die zweitwichtigste Obstart im deutschen Obstbau. 2025 ernteten die Erzeugerinnen und Erzeuger 128.410 Tonnen Erdbeeren und bedienten damit gut 38 Prozent der heimischen Nachfrage nach frischen Erdbeeren. Ergänzend wurde knapp 183.000 Tonnen frische Erdbeeren netto importiert.
Weitere Informationen
Thünen Institut: Steckbriefe zum Gartenbau in Deutschland: Obstanbau – Erdbeeren
