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Wie viele Bäume wachsen in Deutschlands Wäldern?

Deutschland ist ein waldreiches Land. Etwa ein Drittel der Gesamtfläche ist mit Wald bedeckt. Auf diesen 11,4 Millionen Hektar Waldfläche stehen rund 90 Milliarden Bäume.

Der Anteil an Laubbäumen in deutschen Wäldern hat in den letzten Jahren zugenommen.
Quelle: AVTG via Getty Images

Knapp ein Viertel des deutschen Waldes findet man in Bayern. Damit ist Bayern das Bundesland mit der größten Waldfläche. Jedoch nur in absoluten Zahlen. Geht es um den Anteil der Waldfläche an der Gesamtfläche, liegen Rheinland-Pfalz und Hessen vorn. Dort sind rund 42 Prozent der Fläche bewaldet. In Bayern steht auf rund 37 Prozent der Fläche Wald. Den wenigsten Wald haben Schleswig-Holstein (11 Prozent) und die Stadtstaaten Hamburg und Bremen (beide rund 12 Prozent).

Weniger Nadelwald und immer mehr Laubbäume

Mit dem Ziel einer naturnäheren Waldbewirtschaftung hat man in Deutschland in den letzten Jahren viele Nadelwälder großflächig zu Mischwäldern umgewandelt, indem man Laubbäume – insbesondere Buchen – eingebracht hat. Der Anteil der Laubbäume hat dadurch zugenommen auf etwa 43 Prozent. In Zukunft soll dieser Anteil noch weiter steigen.

Die Fichte ist nach wie vor die am häufigsten vorkommende Baumart in deutschen Wäldern. Sie wächst auf einem Viertel der Fläche. Ihr Anteil nimmt jedoch sukzessive ab, sodass sie ihren Spitzenplatz in naher Zukunft wahrscheinlich verlieren wird. Zweitwichtigste Baumart ist die Kiefer mit 23 Prozent, gefolgt von der Buche mit 16 Prozent. Dahinter kommen Eiche (10 Prozent) und Birke (5 Prozent).

Es wächst mehr als genutzt wird

Die Waldfläche hat seit dem zweiten Weltkrieg stetig zugenommen. Der Wald in Deutschland wird wirtschaftlich intensiv genutzt, aber dank einer nachhaltigen Bewirtschaftung hat das durchschnittliche Alter und auch das gesamte Volumen der Bäume stark zugenommen. Heute sind Deutschlands Wälder die holzreichsten in Europa. Das ist unter Klimaschutzaspekten besonders wichtig: Im Holz unserer Bäume sind 1,23 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gebunden – das entspricht einer Menge von 4,5 Milliarden Tonnen CO2.

Klimawandel setzt dem Wald stark zu

Fichten sind ganz besonders von Dürre und Borkenkäferbefall betroffen.
Quelle: Dynamoland via Getty Images

Allerdings haben die Folgen des Klimawandels in den letzten Jahren deutliche Spuren in den Wäldern hinterlassen. Die starken Stürme in den Jahren 2017 und 2018, die extreme Dürre und Hitzewellen in den Jahren 2018 und 2019 sowie die darauffolgende massenhafte Vermehrung von Borkenkäfern haben den Wäldern in Deutschland schwere, unübersehbare Schäden zugefügt.

Dem Bundeslandwirtschaftsministerium zufolge sind auf rund 245.000 Hektar die Wälder neu aufzubauen. Hauptsächlich sind Fichten betroffen, aber auch Laubbäume weisen gravierende Schäden auf.


Weitere Informationen

Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL): Bundeswaldinventur

BMEL: Zahlen und Fakten zum Wald

BMEL: Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2019 – Trockenheit setzte Bäumen weiter zu


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