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Sellerie selbst im Garten anbauen

Letzte Aktualisierung: 25. August 2025

Sellerie hat einen sehr charakteristischen Geruch und Geschmack. Darauf weist auch sein wissenschaflicher Name schon hin: Apium graveolens  - "graveolens" bedeutet "stark riechend".

Mehrere frische Knollensellerie mit grünen Stielen
Wenn die Knollen gut ausgereift sind, können sie bei guten Bedingungen bis ins Frühjahr gelagert werden.
Quelle: BreakingTheWalls via Getty Images

Geschichte

Sellerie wird im Mittelmeergebiet seit mindestens 3.000 Jahren kultiviert. Die Ägypter schätzten ihn so sehr, dass sie ihn den Toten mit ins Grab legten. Die Griechen hingegen schmückten die Sieger von sportlichen Anlässen mit Sellerielaub.

Besonderheiten

Das Doldengewächs besitzt einen sehr charakteristischen Geruch. Gegessen wird bei Knollensellerie die fleischige, runde Rübe und bei Staudensellerie die verdickten Blattstiele. Von beiden Varianten sind auch die Blätter essbar. Wenn Sellerie nicht geerntet wird, blüht er im zweiten Jahr.

Standortbedingungen

Sellerie wächst prinzipiell in fast jedem Klima. Besonders gut gedeiht er allerdings dort, wo es im Sommer eher kühl und feucht ist. Der Boden sollte humus- und nährstoffreich sowie kalkhaltig und ausreichend feucht sein. Optimal sind schwere Lehmböden.

Fruchtfolge und Mischkultur

Da Sellerie nicht selbstverträglich ist, sollte eine Anbaupause von vier Jahren eingehalten werden. Dies gilt auch für verwandte Arten der Familie der Doldenblütler wie Dill, Möhren oder Petersilie. Sellerie hat sich in Mischkultur mit Tomaten, Gurken, Blumenkohl sowie anderen Kohlarten bewährt.

Aussaat/Pflanzung
Pflanzung Ab Mitte Mai, nach den letzten Nachtfrösten
Abstand 40 Zentimeter  x 40 Zentimeter
Pflanztiefe Jungpflanzen nur bis zum Wurzelhals in den Boden pflanzen

Düngung

Sellerie hat einen relativ hohen Nährstoffbedarf. Daher sollte man einige Wochen vor der Pflanzung reichlich Kompost in den Boden einarbeiten. Zusätzlich empfiehlt sich eine zusätzliche Düngung in mehreren Gaben mit mineralischem beziehungsweise organischem Gemüsedünger oder Brennnesseljauche.

Pflege

Um Austrocknung und Verunkrautung zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Boden zu mulchen. Sellerie sollte nicht zu tief gepflanzt und nicht angehäufelt werden, da sich sonst keine guten Knollen bilden. Beim Hacken ist Vorsicht geboten, da Sellerie viele oberflächennahe Wurzeln hat.

Ganzer Knollensellerie mit grünen Stielen und Blättern und ein aufgeschnittener Knollensellerie
Sellerie wächst am besten an einem eher feuchten, kühlen Standort und mit einem humus- und nährstoffreichen Boden.
Quelle: Dmytro via Getty Images

Schädlinge und Krankheiten

Sellerie kann besonders bei feuchtem Wetter von Blattfleckenkrankheiten befallen werden. Die Blätter weisen zunächst gelbe oder braune Flecken auf und sterben dann ab. Befallene Blätter sollten frühzeitig entfernt und über den Biomüll entsorgt werden, nicht auf den Kompost geben. Vorbeugend hilft es, die Selleriepflanzen nicht zu dicht zu pflanzen.

Ernte und Lagerung

Ernten kann man Knollensellerie, wenn die äußeren Blätter anfangen, gelb zu werden. Meist ist das Mitte bis Ende Oktober der Fall. Je besser die Knollen ausreifen, umso haltbarer sind sie im Winterquartier. Geerntet wird stets bei Trockenheit, da zu feuchtes Erntegut leicht von Pilzen und Bakterien befallen wird. Vor dem Einlagern sollte man die Erde grob abschütteln und Wurzeln sowie Laub bis auf die Herzblätter glatt abschneiden. In frostfreien Kellern können Sellerieknollen bis ins Frühjahr gelagert werden.

Bei Staudensellerie lohnt es sich, einzelne Stangen schon ab Sommer zu ernten. Dafür schneidet man pro Pflanze nur wenige äußere Stangen ab, damit sie kräftig bis in den Herbst weiterwachsen kann. Im Kühlschrank halten sie sich nur wenige Tage.

Von beiden Varianten können regelmäßig kleine Mengen Blattgrün geerntet und als frisches Würzkraut verwendet werden.


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